Verödung ist schmerzfrei
Hämorrhoiden 1. und 2. Grades werden oft verödet. Mediziner nennen dieses Verfahren auch Sklerosierung. Dabei spritzt der Arzt eine Lösung an die Basis der vergrößerten Hämorrhoiden. Sie verursacht eine Art entzündliche Reaktion, die den Blutzufluss drosselt und die Hämorrhoiden schrumpfen lässt. Eine Verödung ist meistens schmerzfrei und eine lokale Betäubung deshalb nicht nötig. Allerdings ist der Erfolg meist nicht von Dauer: Innerhalb von drei Jahren nach einer Verödung entwickeln rund 70 Prozent der Behandelten wieder vergrößerte Hämorrhoiden.
Gummiband-Ligatur bindet Hämorrhoide ab
Bei Hämorrhoiden 2. und 3. Grades kommt eine Gummiband-Ligatur infrage. Dazu stülpt der Arzt einen kleinen Gummiring über die vergrößerte Hämorrhoide und drosselt so die Blutzufuhr. Das abgebundene Gewebe stirbt nach drei bis fünf Tagen ab, löst sich vom Darm und wird mit dem Stuhl ausgeschieden. Für eine Gummiband-Ligatur brauchen Sie keine Vollnarkose. Es gibt eine gewisse Rückfallquote bei dieser Methode: Bei 25 Prozent der Behandelten kommt es innerhalb von vier Jahren erneut zu einer Vergrößerung der Hämorrhoiden.
Hämorrhoiden-Operation richtet sich nach dem Beschwerdengrad
Sind die Hämorrhoiden stark vergrößert und treten sogar schon aus dem After, müssen sie operiert werden. Welche Operation sich im Einzelfall am besten eignet, hängt vom Schweregrad des Hämorrhoidenleidens ab. Zu den gängigsten Verfahren gehören Milligan-Morgan, Longo oder die Stapler-Methode. Gemeinsam mit Ihrem Proktologen werden Sie die passende Operation absprechen.