Die Hämorrhoiden Untersuchung
Sehr peinlich, sehr schmerzhaft: Horrorgeschichten über die rektale Untersuchung gibt es einige. In Wirklichkeit sind die Untersuchungen halb so schlimm. Besonders wenn man weiß, was einen erwartet.
Den Symptomen auf der Spur
Damit der Arzt die Hämorrhoiden untersuchen kann, müssen After und Enddarm gut erreichbar sein. Deshalb wird der Arzt Sie wahrscheinlich bitten, sich auf die Seite zu legen und die Beine anzuwinkeln oder auf einem speziellen Untersuchungsstuhl Platz zu nehmen. Wichtig ist, dass Sie sich entspannen. So wird die Untersuchung angenehmer. Meist wird der Arzt den zu untersuchenden Bereich mit einer Salbe leicht betäuben. Fragen Sie nach, wenn es Ihnen wichtig ist, möglichst nichts von der Untersuchung zu spüren.
Palpation deckt Veränderungen auf
Zunächst begutachtet der Arzt den Darmausgang von außen, um nach Entzündungen, Hautreizungen, Einrissen und stark vergrößerte Hämorrhoiden zu suchen. Dann tastet er mit dem Finger den Darmausgang ab. Mit dieser Untersuchung (Palpation) kann er Veränderungen, vergrößerte Hämorrhoiden entdecken. Diese Untersuchung gibt auch Aufschluss über die Spannung des Schließmuskels.
Proktoskopie zeigt den vorderen Darmbereich
Falls der Arzt danach noch keine eindeutige Diagnose stellen kann, folgt eine Inspektion des Analkanals. Keine Sorge, die endoskopischen Untersuchungen verursachen meistens keine Schmerzen. Damit der Arzt bei einer Endoskopie etwas sehen kann, muss allerdings der Darm entleert sein. Deshalb müssen Sie vorher ein Abführmittel nehmen oder einen Einlauf machen. Für eine Endoskopie kann der Arzt verschiedene kleine Rohre benutzen, je nachdem, was er sehen will: Ein Proktoskop eignet sich zur Untersuchung des Analkanals und untere Hälfte des Mastdarms, ein Rektoskop ermöglicht einen Blick in den gesamten Enddarm und das Sigmoid.
Darmspiegelung ermöglicht tiefere Untersuchung
Bei einer Koloskopie dringt der Arzt noch tiefer in den Darm ein und betrachtet den gesamten Dickdarm bis zum Übergang in den Dünndarm. Möglich macht dies ein flexibler Schlauch, an dessen Spitze eine Minikamera sitzt.