Ein weiteres Symptom für eine Analfissur sind Blutspuren auf dem Stuhl oder am Toilettenpapier – deshalb denken viele Betroffene irrtümlich an ein Hämorrhoidenleiden. Manchmal kommt es auch zu Juckreiz und eitrige oder nässende Entzündungen am After.
Ein Hämorrhoidenleiden kann Analfissuren verschlimmern
Analfissur
Eine Analfissur entsteht durch Überdehnen der Analhaut. Dafür kann harter Stuhl verantwortlich sein, aber auch Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Die Gefahr für eine Analfissur steigt, wenn die Analhaut schlecht durchblutet ist und der Schließmuskel unter erhöhter Spannung steht. Auch chronischer Durchfall und eine sitzende Tätigkeit begünstigen die Krankheit. Wenn Sie ein Hämorrhoidalleiden haben, kann das eine Analfissur verschlimmern, weil der gestörte Blutfluss den Hautriss schlecht heilen lässt und er sich leichter entzündet.
Zur Therapie einer Analfissur gehört ein weicher Stuhl
Eine Analfissur sollten Sie von einem Arzt behandeln lassen. Er kann beurteilen, ob schmerzlindernde Arzneimittel ausreichen oder aber ein operativer Eingriff nötig ist. In jedem Fall müssen Sie für weichen Stuhl sorgen. Dabei hilft eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornwaren. Falls der Schließmuskel sich durch den Schmerz beim Stuhlgang verkrampft hat, können Sie ihn mit einem Analdehner entspannen.
Eine sanfte Analhygiene ist bei Entzündungen im Analbereich extrem wichtig. Am besten reinigen Sie Ihren Analbereich nach jedem Stuhlgang mit lauwarmem Wasser und tupfen ihn anschließend vorsichtig trocken. Die Schmerzen beim Stuhlgang können Präparate, die lokal wirksame Betäubungsmitteln enthalten (z.B. Posterisan akut mit Lidocain Zäpfchen), lindern. Direkt vor dem Stuhlgang sollten Sie auf die empfindliche Haut Posterisan protect auftragen. Die Salbe erleichtert durch den Gleiteffekt den Stuhlgang deutlich und erhöht die Elastizität der Analhaut.