Marisken entstehen auffallend oft während und nach einer Schwangerschaft bzw. einer Geburt, aber auch nach Analthrombosen, wenn es zu einer Veränderungen der Haut um den Anus kommt. Sie können allerdings auch ein Hinweis auf das Vorkommen von krankhaft veränderten Hämorrhoiden sein oder zusammen mit einer Analfissur auftreten. Es ist darum immer ratsam, rechtzeitig den Arzt zu konsultieren.
Marisken und Schwangerschaften
Gerade nach Schwangerschaften kann es häufig zu Mariskenbildung kommen. Vor allem Frauen, die schon mehrere Kinder geboren haben, bemerken häufig eine Veränderung der Haut um den Anus. Die Kombination von großem Druck auf den Beckenboden sowie Hormonen macht die Analhaut weicher, zusätzlich wird sie durch Wasser aufgedunsen. Zwar verschwinden nach der Schwangerschaft die Wassereinlagerungen wieder, die Falten können aber bleiben.
Unterscheidungsmerkmal zu Hämorrhoiden
Viele Betroffene sind zunächst überzeugt, dass es sich bei den Hautlappen um vergrößerte Hämorrhoiden handelt.
Das ist nicht der Fall, denn anders als bei Hämorrhoiden, handelt es sich bei Marisken nicht um Gefäßpolster, sondern lediglich um Haut. Allerdings kann sich während eines Hämorrhoidalleidens die Analkanalhaut (Anoderm) nach außen schieben. Deshalb können die Veränderungen an der Haut des Anus ein Zeichen für vergrößerte Hämorrhoiden sein.
Operative Entfernung
Aus medizinischer Sicht ist es nicht notwendig, Marisken zu entfernen. Dennoch werden sie häufig als sehr störend empfunden. Neben ästhetischen Gründen können stark ausgeprägte Hautfalten eine Analhygiene erschweren. Es ist schwierig, den Stuhl gründlich zu entfernen.
Wenn Sie sich deshalb in Ihrer Lebensqualität beeinträchtigt fühlen, kann eine Operation sinnvoll sein. Wie bei jedem medizinischen Eingriff gilt es auch hier, die Risiken und Vorteile abzuwägen. Die Operation als solche ist nicht kompliziert: Die Hautfalten werden in lokaler Betäubung (Lokalanästhesie) mit einer speziellen Technik entfernt. Der Patient kann nach dem Eingriff meistens sofort nach Hause. Nach vierzehn Tagen kann die Heilung bereits abgeschlossen sein, und Sie können wieder Ihren üblichen Alltag leben.