Um Verstopfung vorzubeugen, sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit vielen Ballaststoffen achten und 2 – 3 Liter am Tag trinken – am besten Mineralwasser oder Tee aus Früchten oder Kräutern. Das sorgt für eine gute Verdauung und fördert einen weich geformten Stuhl, der übermäßiges Pressen auf der Toilette unnötig macht.
Abführmittel vermeiden
Abführmittel sollten Sie möglichst vermeiden und vor allem nicht dauerhaft einnehmen. Sie reizen den Darm, können zu Darmträgheit führen und verschlimmern so die Beschwerden auf Dauer. Falls Sie bereits eine Verstopfung haben, können Sie ihr mit Ballaststoffen zu Leibe rücken.
Eine gesunde Ernährung hilft bei Hämorrhoidalleiden
Auf Hämorrhoidenleiden spezialisierte Ärzte (Proktologen) empfehlen dafür Flohsamen. Das ist der Samen eines Wegerichgewäches, der vor allem in Apotheken erhältlich ist. Geben Sie 1 – 2 Teelöffel Flohsamen in ein Glas Wasser. Aufquellen lassen, trinken und mit einem Glas Wasser nachspülen. Das können Sie bis zu dreimal am Tag wiederholen.
Ballaststoffe stecken in Lebensmitteln wie Vollkornwaren, Knäckebrot, Müsli, Gemüse und Obst. Sie bezeichnen die pflanzlichen Bestandteile der Nahrung. Diese verdaut der menschliche Körper kaum, sondern scheidet sie zum größten Teil unverändert wieder aus. Das Besondere an Ballaststoffen ist, dass sie sehr gut Wasser binden können. Sie quellen im Darm auf und fördern so seine Bewegung. Außerdem machen sie den Speisebrei weich.
Menschen, die eine ballaststoffreiche Ernährung nicht gewohnt sind, reagieren bisweilen mit Blähungen, wenn sie ihre Essgewohnheiten zu rasch umstellen. Dagegen hilft, den Anteil an Gemüse, Obst und Vollkornwaren langsam von Woche zu Woche zu erhöhen. Idealerweise sollten täglich 30 Gramm Ballaststoffe auf dem Speiseplan stehen. Das ist die Menge, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt. Achten Sie aber darauf, dass den Produkten kein Zucker zugesetzt ist.
Übergewicht ist ein weiterer Punkt, der oft auf falsche Ernährung zurückgeht und Hämorrhoidenleiden hervorrufen kann. Denn Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) strapazieren den Beckenboden und das Bindegewebe im Analbereich. Außerdem drückt die Last der Pfunde auf den Enddarm und behindert die Blutzirkulation. Die Hämorrhoiden können sich dadurch vergrößern und Beschwerden bereiten.
Fachleute sagen: Um Übergewicht langfristig zu reduzieren, hilft nur das Umstellen der Ernährung auf eine fettreduzierte, abwechslungsreiche Kost und regelmäßige Bewegung.