Kraftsport schwächt den Beckenboden
Besonders durch Gewichtheben kann es zu vergrößerten Hämorrhoiden und Beschwerden wie Juckreiz, Nässen und Schmerzen kommen, wenn Sie sich zu viel Gewicht aufladen und womöglich eine falsche Atemtechnik benutzen. Denn das Anspannen der Bauchmuskeln beim Stemmen von Lasten erhöht den Druck auf den Beckenboden und kann ihn dadurch auf Dauer schwächen. Das fördert Hämorrhoidenleiden. Ein Bauchgurt, wie ihn Profi-Gewichtheber tragen, kann Ihre Bauchdecke zwar ein wenig schützen, doch er macht Kraftsport – mit Blick auf die Hämorrhoiden – nicht prinzipiell empfehlenswert.
Wenn Sie bereits Hämorrhoidenbeschwerden haben, sollten Sie beim Krafttraining kürzer treten und Ihren Fitnesstrainer nach weniger belastenden Übungen fragen.
Volleyball ist ungünstig für die Hämorrhoiden
Es gibt einige weitere Sportarten, die ebenfalls nicht günstig für den Beckenboden und die Hämorrhoiden sind. Dazu gehören Volleyball, Squash und Tennis, weil dort viel gesprungen wird. Ideal hingegen ist Schwimmen, da es den Beckenboden nicht belastet. Um einer Beckenbodenschwäche entgegenzuwirken, können Sie außerdem gezielte Gymnastik für den Beckenboden machen. Sie kann dazu beitragen, dass die Hämorrhoiden sich nicht vergrößern.
Vorsichtig mit Sport nach einer Hämorrhoidenbehandlung
Um einer Vergrößerung der Hämorrhoiden vorzubeugen, sind Sport und Bewegung grundsätzlich gut, da sie gegen Verstopfung wirken und für weichen Stuhl sorgen. Eine Ausnahme bildet allerdings die erste Zeit nach einer Hämorrhoiden-Operation. Dann können Sportarten wie Joggen zu Blutungen und Schmerzen führen. Deshalb sollten Sie nach dem Entfernen vergrößerter Hämorrhoiden mit Ihrem Arzt besprechen, welches Fitnesstraining für Sie geeignet ist.