Manche Menschen empfinden es schon als Verstopfung, wenn sie nicht jeden Tag Stuhlgang haben oder auf der Toilette pressen müssen. Mediziner sprechen aber in der Regel erst von Verstopfung, wenn Sie in einer Woche weniger als dreimal Stuhlgang haben. Typisch sind zusätzlich ein harter Stuhl, heftiges Pressen und eine unvollständige Darmentleerung. Hält dieser Zustand länger als drei Monate an, sprechen Ärzte von chronischer Verstopfung (Obstipation).
Die Ursache einer Verstopfung richtig erkennen
Es gibt zwei Formen von chronischer Verstopfung. Im ersten Fall entsteht sie, weil der Dickdarm den Nahrungsbrei langsamer transportiert als normal. Dafür können falsche Ernährung, Medikamente oder eine Krankheit wie Morbus Parkinson, Querschnittslähmung oder Diabetes mellitus verantwortlich sein. Die genaue Ursache bleibt jedoch häufig unklar.
Im zweiten Fall ist das Entleeren des Darms gestört. Das kann geschehen, wenn jemand den Stuhl bewusst oder unbewusst zurückhält. Der Kot verhärtet dadurch im letzten Darmabschnitt und der Stuhlgang wird schwierig und schmerzhaft. Wegen der Beschwerden zögern Betroffene den Toilettenbesuch hinaus. Das verschlimmert die chronische Verstopfung, ohne dass es eine körperliche Ursache gibt. Für das Zurückhalten des Stuhlganges können aber auch Erkrankungen wie vergrößerte Hämorrhoiden oder eine Analfissur verantwortlich sein.
Regelmäßiger Stuhlgang schützt vor Hämorrhoidalleiden
Damit die Hämorrhoiden Ihnen keine Beschwerden machen, muss die Ursache der Verstopfung richtig erkannt und behandelt werden. Eine häufige Anwendung von Abführmitteln sollten Sie vermeiden, da diese auf Dauer schädlich sind.
Um eine chronische Verstopfung zu bekämpfen, ist eine ballaststoffreiche Ernährung wichtig. Außerdem sollten Sie dem Stuhldrang nachgeben, wenn er aufkommt. Nur so lässt sich der Kreislauf aus Verstopfung, verhärtetem Stuhl und Hämorrhoidenbeschwerden durchbrechen. Am besten sprechen Sie mit einem Arzt oder Apotheker. Präparate wie Posterisan protect können den Stuhlgang erleichtern. Salbe oder Zäpfchen schützen und pflegen die Haut im Analkanal und tragen zur Linderung leichter Hämorrhoidalbeschwerden bei.