Fragen & Antworten

Wie gefährlich ist ein Hämorrhoidalleiden, was kann ich selbst gegen die Symptome tun und wann muss ich zum Arzt? Viele Menschen sind verunsichert, wenn es um Hämorrhoiden geht. Eine Vielzahl von Vorurteilen verschärft die Situation zusätzlich. Was denken Sie: Kann ein Hämorrhoidalleiden Krebs auslösen?

Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung – fettarm und nicht zu scharf gewürzt – hilft, Verstopfung und unnötige Reizungen der Darmschleimhaut zu vermeiden. Außerdem wichtig: Viel trinken (2 bis 3 Liter Wasser oder Tee pro Tag)!

Dass das Sitzen auf einem kalten Untergrund zu Hämorrhoidenleiden führt, ist so verbreitet wie falsch.

Ganz im Gegenteil! Regelmäßige Bewegung ist sogar empfehlenswert – insbesondere Ausdauersportarten wie Walking oder Schwimmen. Joggen und Tennis hingegen belasten den Beckenboden und können die Beschwerden verschlechtern.

Durch Analverkehr kann kein Hämorrhoidalleiden neu entstehen. Sind die Hämorrhoiden aber bereits vergrößert, können Beschwerden durch die Reibung beim Aanalverkehr auftreten und Blutungen, Schmerzen oder Entzündungen die Folge sein. Wer vergrößerte Hämorrhoiden hat und auf Analsex nicht verzichten möchte, sollte sich behandeln lassen. Juckreiz und Schmerzen lassen sich mit lokal betäubenden Salben und Zäpfchen lindern. Stark vergrößerte Hämorrhoiden sollten verkleinert werden, um die Beschwerden zu beseitigen.

Nein. Aber Blut auf dem Stuhl, wie es für vergrößerte Hämorrhoiden typisch ist, kann auch durch bösartige Enddarmerkrankungen auftreten. Deshalb sollten Sie Hämorrhoidenbeschwerden von einem Arzt abklären lassen.

Wenn Ihre Hämorrhoiden jucken und brennen, können Sie sich mit Salben und Zäpfchen aus der Apotheke behandeln. Außerdem können Sie selbst etwas gegen Hämorrhoidenbeschwerden tun, indem Sie für weichen Stuhl sorgen und Ihre Analregion nach jedem Stuhlgang mit lauwarmem Wasser reinigen und vorsichtig abtrocknen.

Hämorrhoidalleiden können äußerst unangenehm sein, aber gefährlich sind sie nicht. Allerdings können sich hinter den typischen Symptomen wie Jucken, Nässen und Blutungen auch andere, ernsthafte Erkrankungen verbergen. Deshalb sollten Sie Beschwerden nicht ignorieren, sondern sich von einem Arzt untersuchen lassen.

Eine spezielle Seife ist nicht notwendig. Ist die Haut gereizt, sollten Seifen ohne Parfümierung verwendet werden, um eine zusätzliche Reizung zu vermeiden. Ansonsten gilt: Nach dem Toilettengang vorsichtig mit lauwarmem Wasser säubern. Anschließend behutsam und sorgfältig trocken tupfen.

Nein, ein harter Sattel hat keinen Einfluss auf das Entstehen eines Hämorrhoidenleidens. Wenn Sie jedoch bereits Symptome wie Juckreiz und Nässen haben, sollten Sie auf Radfahren verzichten, da sich Ihre Haut am After durch die Feuchtigkeit und Reibung entzünden kann.

Wenn Beschwerden wie Juckreiz, Nässen und Schmerzen binnen kurzer Zeit nicht besser geworden sind, sollten Sie sich untersuchen lassen. Bei Blutungen sollten Sie sofort zum Arzt gehen, um schwere Erkrankungen auszuschließen.

Hämorrhoidalbeschwerden verlaufen in unterschiedlichen Phasen: Einer akuten Phase mit starken Schmerzen und Juckreiz, einer Phase mit mäßigen Beschwerden und einer symptomfreie Phase. Eine Rundum-Versorgung bietet für jede dieser Phasen das passende Arzneimittel.

Hier ist schnelle Hilfe gegen Schmerzen und Juckreiz gefragt. Die Arzneimittelkommission empfiehlt den Einsatz von lokal betäubenden Mitteln wie Lidocain. Das einzige Arzneimittel gegen Hämorrhoidalbeschwerden mit Lidocain ist Posterisan akut mit Lidocain.

Hämorrhoidalbeschwerden wie Nässen, leichter Juckreiz oder Entzündungen erfordern mitunter eine längere Behandlung. Hier hat sich Hamamelis-Extrakt (z. B. Posterine) bewährt: Die enthaltenen Gerbstoffe wirken adstringierend, lindern den Juckreiz, reduzieren das Nässen und stillen kleinere Blutungen. Die Salbe kann über 2 Wochen, die Zäpfchen über 4 Wochen angewendet werden.

Nach Abklingen der akuten Beschwerden kann die regelmäßige Anwendung eines speziellen Hautschutzkomplexes mit Jojobawachs, Cetiol und Bienenwachs (Posterisan protect) vor einem erneuten Auftreten der Symptomatik schützen.

Viele Menschen haben Beschwerden im Bereich des Enddarms. Schätzungen zufolge ist jeder zweite Mitteleuropäer früher oder später davon betroffen. Oft werden Hämorrhoidenbeschwerden sehr lange aus falscher Scham verschwiegen, dabei ließe sich die Leidenszeit durch einen Besuch beim Arzt und eine geeignete Behandlung verkürzen.