Alternative Text
Medical AdvisorDR. KADE

Eine Analvenenthrombose ist ein Blutgerinnsel in einer Analrand­vene, das sich als bläulich gefärbter, meist schmerzhafter Knoten äußert. Analvenen­thrombosen treten meist spontan auf und bilden sich häufig von selbst zurück. Die Entstehung einer Anal­venen­thrombose ist noch nicht geklärt. Als Ursachen kommen starkes Pressen beim Toilettengang oder auch langes Radfahren (übermäßiger Druck von außen) in Frage.

Wie entsteht eine Analvenenthrombose?

Analvenenthrombosen kommen wie über Nacht. Plötzlich ist er da, der schmerzende bläuliche Knubbel am Afterrand und mit ihm die Ungewissheit: Was ist das und woher kommt es?

Meistens handelt es sich dabei um Analvenenthrombose. Sie können so groß wie Kirschen sein, manche erreichen sogar Pflaumengröße. Die Ursache für eine Analvenenthrombose ist ein Blutstau am After.

Die Ursache für eine Anal­venen­thrombose ist ein Blutstau am After.

Analvenenthrombose Darstellung

Zu dem Blutstau kommt es durch Druck auf den Beckenboden, wie er durch starkes Pressen beim Stuhlgang, während einer Schwangerschaft und Geburt, aber auch bei langem Sitzen, etwa im Auto oder auf einem Fahrrad, entsteht. Auch das Sitzen auf kaltem Untergrund kann zu einem Verschluss der feinen Venen am Afterrand und so zur Bildung einer Analvenenthrombose führen.

Eine Analvenenthrombose kann aber auch durch eine hohe Spannung des Schließmuskels auftreten, die häufig durch Stress, anhaltenden Durchfall oder ständige Verstopfung ausgelöst wird.

Was sind die Unterschiede zwischen Analvenen­thrombosen und Hämorrhoiden?

Analvenenthrombosen werden häufig mit Hämorrhoiden verwechselt. Doch es gibt Unterscheidungsmerkmale:

  • Analvenenthrombosen treten plötzlich auf, Hämorrhoidenbeschwerden entwickeln sich allmählich.
  • Analvenenthrombosen bluten nicht, Hämorrhoiden bluten sehr leicht.
  • Analvenenthrombosen können sich spontan oder auf Druck öffnen und entleeren, Hämorrhoiden nicht.
  • Sie schmerzen stark, Hämorrhoiden sind im Anfangsstadium nicht schmerzhaft.

Wie behandelt man eine Analvenenthrombose?

Kleine Analvenenthrombosen bilden sich häufig nach 1-2 Wochen selbstständig zurück. Bei größeren kann es aber auch schon mal bis zu 5 Wochen dauern. Dennoch ist ein operativer Eingriff in der Regel nicht nötig. Die Schmerzen lassen schon nach einigen Tagen nach und können in dieser Zeit durch Kühlen, eine örtlich betäubende Salbe oder systemische Schmerzmittel gelindert werden.